Wenn ein hartnäckiger Husten Kindern zu schaffen macht

Rasselnd, rau, trocken oder verschleimt: Husten ist lästig und ein Infekt der Atemwege besonders für Kinder sehr anstrengend. Dennoch ist der Husten ein sehr wichtiger Reflex zum Schutz der Atemwege, da er die Krankheitserreger im Falle einer Erkältung wieder nach draußen befördert. Er sorgt aber auch für ein paar elterliche Sorgenfalten mehr auf der Stirn und einige unruhige Tage und kurze Nächte. Das belastet schnell die ganze Familie. Umso wichtiger ist es nun, den Husten schnell zu lindern.

Ursachen für Husten bei Kindern

Grippaler Infekt und Atemwegsprobleme

Husten tritt bei Kindern oft in Zusammenhang mit einer Erkältung auf. Die Kleinen erkranken grundsätzlich häufiger als Erwachsene (bis zu 12-mal im Jahr) an einem grippalen Infekt mit Husten. Das liegt daran, dass das kindliche Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Erkältungserreger, die beim Husten und Niesen übertragen werden, haben somit bei Kindern ein leichteres Spiel. Besonders dort, wo Kinder auf engem Raum zusammenkommen ist das Ansteckungsrisiko, unabhängig von der Jahreszeit, besonders hoch.

Husten ist ein wichtiger Reflex

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers und dient grundsätzlich dazu, Krankheitserreger aus den Atemwegen zu entfernen. Ein solch produktiver Husten wird ausgelöst, wenn sich Sekrete in den oberen Atemwegen ansammeln, wie es bei einem grippalen Infekt der Fall sein kann. Die Bronchien sind naturgemäß mit einer feinen Schleimschicht ausgekleidet, die die Atemwege feucht hält und vor dem Austrocknen schützt.

Bei einer Erkältung erhöht sich die Schleimproduktion, die Krankheitserreger sammeln sich darin und müssen hinausbefördert werden. Das geschieht über den Hustenreflex, der so viel Druck verursacht, dass sich der Schleim von den Innenwänden der Bronchien löst und ausgehustet werden kann.

Was tun, wenn Kinder bei Erkältungen stark husten?

Wenn Kinder erkältet sind, brauchen sie in erster Linie viel Schlaf, elterliche Geborgenheit und Hilfe bei der Bekämpfung des Infekts.

Da Husten besonders im Liegen sehr anstrengend ist, kann man mit einem Trick für mehr Entspannung sorgen: Es hilft Kindern, wenn der Oberkörper im Bett etwas höher liegt. Diese Haltung erleichtert das Abhusten und ist auch während des Schlafens zu empfehlen. Bei hustenden Babys ist die Seitenlage gut zum besseren Abhusten geeignet.

Zur weiteren Symptomlinderung und Milderung des Hustens haben sich verschiedene Hausmittel bewährt, die je nach Krankheitszustand angewendet werden können. Dennoch sollten Eltern immer einen aufmerksamen Blick auf mögliche Veränderungen haben.

Dauert der Husten ungewöhnlich lange, verändert sich die Farbe des abgehusteten Schleims oder kommt Fieber hinzu, muss die weitere Behandlung immer kinderärztlich abgeklärt werden, um einer möglichen Verschlimmerung so früh wie möglich entgegenwirken zu können.

Natürliche Hilfe bei Husten bei Kleinkindern

Diese Hausmittel sind für Kleinkinder geeignet

Muss bei Husten deshalb sofort die Chemiekeule her? Nein! Unkomplizierte Atemwegsinfekte bei Kindern, die mit trockenem oder verschleimtem Husten einhergehen, kann man auch bei Kleinkindern auf natürlichem Weg bekämpfen. Diese Hausmittel haben sich bewährt:

Wickel können alleine oder unterstützend, besonders bei festsitzendem Husten, eingesetzt werden. Brust- und Halswickel spenden dem Kind entweder Wärme oder erleichtern das Abhusten. Kartoffel-, Thymian-, Zitronen- und Quarkwickel sind bei Husten besonders zu empfehlen. Zu beachten ist, dass Wickel erst bei Kindern ab 1 bis 2 Jahren angewendet werden sollten.

Es wird benötigt: 2 Baumwoll- oder Leinentücher und ein dickeres Tuch/Schal zum Abdecken. Verwendet immer Naturfasern, wie Baumwolle, Leinen oder Wolle. Synthetische Stoffe sind für Wickel nicht geeignet.

So geht’s: Das direkt für den Hals oder die Brust bestimmte Tuch in warmes Wasser einlegen, herausnehmen und gut ausdrücken.

  • Für einen Thymianwickel wird das erste Tuch für die Dauer der Ziehzeit in Thymiantee (kein Thymianöl!) eingeweicht und anschließend ausgedrückt und in das zweite Tuch eingeschlagen.
  • Bei einem Quarkwickel wird der Quark auf das erste, feuchtwarme Tuch aufgestrichen und von dem zweiten Tuch umwickelt.
  • Bei Kartoffelwickeln ist Vorsicht geboten. Die gekochten Kartoffeln sollten bereits etwas abgekühlt sein, bevor sie auf dem gefalteten, ersten Tuch verteilt werden. Danach wird der Wickeln in das zweite Tuch eingeschlagen.
  • Die Zitronenscheiben wickelt man zunächst ein und klopft diese z. B. mit einem Fleischklopfer, bis der Saft in das Tuch austritt. Wenn dies erfolgt ist, wird das zweite Tuch umgeschlagen.

Alle Wickel werden anschließend leicht auf die Brust oder um den Hals des Kindes gelegt und mit einem dritten Tuch oder Schal warm und an Ort und Stelle gehalten. Bei den ätherischen Ölen, bzw. Fruchtsäuren im Thymian oder den Zitronenscheiben sollte man Vorsicht walten lassen. Manche Kinder reagieren mit Unverträglichkeitserscheinungen auf der Haut. Wenn man sich nicht sicher ist, kann der Wickel zunächst nur für kurze Zeit angelegt werden.

Wichtig ist, dass die Eltern während der Anwendung in Rufweite sind und den Wickel ggf. sofort entfernen können, wenn er dem Kind unangenehm wird. Nachdem der Wickel abgenommen wurde, sollte der kleine Patient noch mindestens eine halbe Stunde liegenbleiben und ruhen.

Schon die Oma hat's gewusst: Mehrmals am Tag ein bis zwei Löffel Zwiebelsaft beruhigt die Bronchien. Die in Zwiebeln enthaltenen Stoffe haben eine leicht desinfizierende Wirkung und helfen gegen Husten. Die Zubereitung mit Honig ist allerdings erst für Kinder ab 12 Monaten geeignet. Alternativ kann der Sirup auch mit (Kandis- oder Rohrohr-) Zucker zubereitet werden.

  • Es wird benötigt: 1 - 2 Zwiebeln, einige Esslöffel Zucker oder eine entsprechende Menge Honig, ein verschließbares Glas.
  • So geht’s: Die Zwiebeln schälen und klein würfeln, im Glas großzügig mit dem Zucker vermengen. Das Glas verschließen und mindestens 4-6 Stunden ruhen und ziehen lassen. Danach die Zwiebelstücke heraus sieben. Fertig ist der Zwiebelsirup. Er ist im Kühlschrank aufbewahrt bis zu einer Woche haltbar.

Tipp: Wenn die Nase verstopft ist und die Kinder nachts keine Luft bekommen, wirkt eine klein geschnittene Zwiebel am Bett manchmal Wunder.

Viel trinken!

Das wichtigste und auch einfachste Hausmittel bei hustenden Kindern ist nach wie vor, viel zu trinken. Das reguliert den Flüssigkeitshaushalt, befeuchtet die Schleimhäute und erleichtert das Abhusten. Abhängig von den Vorlieben des Kindes eignen sich dafür Wasser oder auch warme Getränke wie Früchte- oder Kräutertees.

Um gegen Husten und andere erkältungsbedingte Beschwerden vorzugehen, sind Erkältungstees für Kinder als natürliche Alternative zu gängigen chemischen Medikamenten zu empfehlen. Fein abgestimmte, medizinisch wirksame Teemischungen wirken reizmildernd und auswurffördernd und helfen so bei der Heilung.

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  • Anwendung bei Symptomen der Bronchitis sowie zur Reizlinderung bei Katarrhen (Entzündungen der Schleimhäute) der oberen Luftwege mit trockenem Husten

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